Das Problem
Ein Assistent kann eine E-Mail verstehen und eine passende Handlung vorschlagen. Damit ist der Auftrag aber noch nicht bestätigt, die Lieferung nicht gebucht, die Rechnung nicht geprüft und der Zahlungseingang nicht zugeordnet.
Der Ansatz
Ich habe die Auftragsabwicklung in einem operativen Unternehmen mit KI automatisiert, vom Bestelleingang bis zur Bankabstimmung. Der Prozess verbindet unstrukturierte Eingänge mit den entsprechenden Vorgängen im ERP und verfolgt offene Schritte weiter.
Der Workflow liest zuerst den aktuellen ERP-Zustand. Er ordnet den Eingang einem Vorgang zu und prüft deterministische Regeln. Wo Interpretation nötig ist, liefert ein Modell eine strukturierte Einordnung, aber nicht die Berechtigung zur Buchung.
Was das zeigt
ERP-Automatisierung scheitert selten daran, dass ein Modell keinen Text versteht. Sie scheitert an unklaren Verantwortungen, uneinheitlichen Daten oder daran, dass Ausnahmen nicht als eigener Teil des Prozesses gestaltet wurden.
Wo der Ansatz passt
Geeignet sind Abläufe, in denen Menschen heute Informationen aus E-Mails oder Dokumenten in das ERP übertragen, wiederholt dieselben Prüfungen durchführen oder offenen Vorgängen manuell nachlaufen.
Die konkrete Umsetzung ist kein übertragbares Standardpaket. ERP-Konfiguration, Datenmodell, Rollen und reale Arbeitsweise unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen.